Über uns 

Historie

Archäologen kamen schon vor mehr als hundert Jahren ins Schwärmen, wenn der Name Heuneburg fiel. Denn der frühkeltische Fürstensitz, die rund 100 Grabhügel und die keltischen Viereckschanzen bargen zahlreiche Funde: Schmuck, Essgeschirr, Reste von Bauwerken, Waffen und Werkzeuge - zum Teil in hervorragendem Zustand. Die archäologischen Schätze wanderten meist ins Württembergische Landesmuseum nach Stuttgart oder ins Tübinger Universitätsinstitut für Vor- und Frühgeschichte. Am Fundort selbst gab es außer ein paar Erläuterungstafeln nichts zu sehen.

Das sollte sich 1981 gründlich ändern. Die Gemeinde Herbertingen wollte im Ortsteil Hundersingen ein Museum einrichten und um die Bevölkerung einzubinden, wurde beabsichtigt einen Verein zu gründen, der die Ergebnisse der Heuneburg-Forschung für die Öffentlichkeit, ( für die Bevölkerung und die Besucher) zugänglich machen und über die Geschichte der Kelten  in der Region zwischen Heiligkreuztal und Hundersingen aufklären sollte.

Am 20. März 1981 wurde der Verein im Gasthaus Adler in Hundersingen gegründet. Bereits am 31. Mai 1981 konnte der Verein den archäologischen Wanderweg eröffnen. Die Bildtafeln auf den einzelnen Stationen wurden im Jahre 2004 auf den neuesten Forschungstand gebracht.

Das Heuneburgmuseum ( jetzt Keltenmuseum genannt)  wurde in der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Zehntscheuer des ehemaligen Klosters Heiligkreuztal eingerichtet. Der Umbau inklusive der Einrichtung kosteten rund 2 Millionen DM (1 Mill. EURO). Der Verein übernahm von Anfang an die Verwaltung des Museums, die er im Jahr 2000 an die Gemeinde Herbertingen abgab, als im Zusammenhang mit dem Aufbau des Freilichtmuseums Heuneburg die Verwaltung beider Museen zusammengefasst wurde. Der Verein erhielt 1985 für seine Verdienste den "Archäologiepreis Baden Württemberg".

Seit Bestehen des Vereins unterstützte er wissenschaftliche Vorträge im Heuneburgmuseum und im Herrenhaus des Freilichtmuseums Heuneburg. Er veranstalte zahlreiche und anspruchsvolle Sonderausstellungen im Heuneburgmuseum. Exkursionen zu archäologischen Sehenswürdigkeiten wurden ebenfalls fast jährlich angeboten, ebenso Führungen auf dem archäologischen Rundwanderweg, der auch vom Verein gepflegt wurde. Daneben beteiligte sich der Verein finanziell bei der Aufschüttung der rekonstruierten Grabhügel am Giesübel-Talhau und an der neuen Beschilderung des Wanderwegs im Jahr 2004. Ein Begleitheft zur Heuneburg und ein im Jahr 2005 erschienenes Taschenbuch zum archäologischen Wanderweg, entwickelten sich zum "Bestseller".

Bei der Mitgliederversammlung am 13. Juni 2008 wurde Anton Bischofberger zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt, nachdem Dieter Gärtner nach 27 Jahren vom Vereinsvorsitz zurück trat. In der Mitgliederversammlung im September 2009 wurde Dieter Gärtner zum "Ehrenvorsitzenden" ernannt.

Bei der Blockbergung des Grabes der Keltenfürstin von der Bettelbühlnekropole richtete der Verein Heuneburg-Museum e.V. den Empfang der Pressevertreter aus.

Nachdem 2013 die Gemeinde Herbertingen den Nutzungsvertrag der Freilichtanlage Heuneburg zwischen der Gemeinde und dem Land  Baden-Württemberg kündigte, übernahm die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e.V. zusammen mit dem Verein Heuneburg-Museum e.V. die Betriebsträgerschaft des Freilichtmuseums Heuneburg-Keltenstadt.

 

 

 

Bild 1 + 2: Eröffnung Heuneburg-Museum 1985, Bild 3: Eröffnung Freilichtanlage Grabhügel am Giesübel-Talhau ( 1993), Bild 4 + 5: Archäologiepreis Baden- Württemberg für den Verein ( 1985), Bild 6 + 7:Teil- Eröffnung des Freilichtmuseums (2000)  Bild 8 + 9: Neugestaltung Archäologischer Wanderweg, Bild 10: Führung auf der Heuneburg, Bild 11: Ferienfreizeit für Kinder , Bild 12 + 13:  Unterzeichnung des Vertrags für die Betriebsträgerschaft des Freilichtmuseums ab 2014 in Stuttgart am 16.12.2013. Bild 14 + 15: Im Mai 2014 Eröffnung der Toranlage beim Freilichtmuseum. Bild 16: Sonderausstellung zur Blockbergung des Grabes der Keltenfürstin.  (Bilder. Verein-Heuneburgmuseum e.V.) 

  

Die Vereinsmitglieder treffen sich zu den jährlich stattfindenden Veranstaltungen in den Museen und auf dem archäologischen Wanderweg. Die Einladung erfolgt entweder schriftlich durch den Verein oder durch die Medien. Einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt, zu der gesondert eingeladen wird. Im Anschluss an den formellen Teil der Mitgliederversammlung  gibt es in der Regel einen wissenschaftlichen Vortrag zu Themen der Heuneburg oder zu aktuellen Ausgrabungen.